Abfallverwertung und Recycling in Hamburg

In dieser Projektgruppe haben wir uns auf den Weg gemacht, um herauszufinden, was eigentlich mit unserem Müll passiert, den wir täglich produzieren.

Unsere erste Station war das Klärwerk Dradenau in Waltershof. Hier wird das ganze Hamburger Dreckwasser solange gereinigt, bis man es problemlos wieder in die Elbe leiten kann. Es hat ganz schön gestunken und weil dort giftige Gase entstehen durften wir wegen der Funkengefahr auch nicht fotografieren.

Der nächste Betrieb war die Müllverbrennungsanlage in der Borsigstraße in Billbrook. Hier wird unser Hausmüll und auch Gewerbemüll von Firmen verbrannt. Dabei werden große Metallstücke mit Magneten vorher aus dem Müll geholt und giftige Gase, die bei der Verbrennung entstehen, herausgefiltert.

Aus der übriggebliebenen Schlacke  werden Straßen und Radwege gebaut.

Auf dem Recyclinghof Bullerdeich haben wir erfahren, dass wir hier alles das abgeben sollen, was zu Hause nicht in den Hausmüll gehört: Elektroschrott (Fernseher, Kühlschränke, Computer), Sperrmüll, Glas, Kunststoffe, Lacke, Farben, chemische Stoffe, Motoröle, aber auch Grünschnitt aus dem Garten und vor allem Sondermüll wie z.B. Giftstoffe


Im Pumpwerk Hafenstraße und dem dazugehörigen Sielmuseum an den Landungsbrücken wurden unsere Geruchsnerven dann so richtig auf die Probe gestellt. Erst konnten wir im Museum begutachten, was die Hamburger so alles  in die Kanalisation leiten und dort eigentlich nicht hingehört (Klamotten, Spielzeug, Werkzeug und sogar ein Fahrrad). Dann stiegen wir hinab in die Kanalisation und genossen die Hamburger „Ködelbrühe“. Bei der Reinigung dieses Dreckwassers bleibt schon mal das eine oder andere „Haustierchen“ auf der Strecke

 

Zum Schluss schauten wir uns bei Nutzmüll e.V. in Bahrenfeld an, was man alles aus Müll machen kann, wenn man ihn nicht wegschmeißt, sondern wieder brauchbar macht. Computer, Tische, Schränke, Polstermöbel, Bücher, Spielzeug, Fahrräder usw. werden hier so wieder aufbereitet, dass sie verkauft werden können. Hier heißt die Devise: Aus alt  mach neu!

Wenn man sich so anschaut, wie aufwendig unsere täglichen Abfallprodukte entsorgt werden müssen, bleibt eigentlich nur ein Fazit:
Der beste Müll ist der, der erst gar nicht entsteht
!

gez. O. Neumann